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Am Wochenende fing in Los Angeles am Santa Monica Boulevard ein Tesla Model S offenbar ohne Fremdeinwirkung Feuer. Der Fahrer des Fahrzeugs war der Ehemann der US-Schauspielerin Mary Catherine McCormack, der jedoch unbeschadet davon gekommen ist. McCormack teilte ein Video des Geschehens auf Twitter, wodurch der Fall erst Aufmerksamkeit erzeugte.

In der Nachricht auf Twitter schreibt sie:

Das ist heute mit meinem Mann und seinem Auto passiert. Kein Unfall, aus heiterem Himmel, im Verkehr auf dem Santa Monica Boulevard. Danke an das nette Paar, das ihm signalisiert und gesagt hat, er soll anhalten. Und Gott sei Dank waren meine drei kleinen Mädchen nicht mit ihm im Auto.

Tesla wird den Vorfall nun untersuchen, um festzustellen, wieso das Fahrzeug Feuer fing. Es wäre jedoch nicht der erste Vorfall, bei dem ein Tesla Model S ohne Fremdeinwirkung Feuer fängt. Im Januar 2016 ist in Norwegen ein Tesla Model S beim Ladevorgang am Supercharger ausgebrannt. Später wurde festgestellt, dass ein Kurzschluss an der Verteilerdose das Feuer entfacht hatte.

Ein weiterer Fall ereignete sich im August 2016 in Frankreich, als ein Model S bei einer Testfahrt Feuer fing. Hierbei soll eine von einem Mitarbeiter falsch verschraubte elektrische Verbindung die Ursache gewesen sein. Normalerweise werde diese laut Tesla von Robotern angebracht. Womöglich übernimmt das jedoch für europäische Fahrzeuge die Endmontage in Tilburg.

Anfang März 2017 brannte ein weiteres Model S in Jinqiao, Shanghai, aus. Zwar parkte das Fahrzeug an einem Supercharger, war jedoch nicht daran angeschlossen. Zu diesem Vorfall sind bislang keine weiteren Erkenntnisse bekannt.

Damit ist Tesla als Automobilhersteller jedoch nicht allein. Laut einem Bericht der National Fire Protection Association (NFPA) fingen in den USA zwischen 2006 und 2010 jährlich etwa 150.000 PKW Feuer. Dabei sind „Mechanischer Ausfall oder Fehlfunktion“ mit 45 Prozent und „Elektrischer Ausfall oder Fehlfunktion“ mit 24 Prozent die häufigsten Ursachen.

Laut der offiziellen Internetseite ist das Tesla Model 3 mittlerweile in 53 Stores in Nordamerika ausgestellt, davon in 17 Niederlassungen seit dem 15. Juni. Weitere sechs Niederlassungen sollen schon bald ebenfalls mit ersten Ausstellungsfahrzeugen ausgestattet werden.

In folgenden US-Bundesstaaten ist das Model 3 bisher ausgestellt: Arizona, British Columbia, California, Colorado, Florida, Georgia, Hawaii, Illinois, Maryland, New Jersey, New York, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Texas, Virginia und Washington. Zudem ist das Model 3 in Québec, Kanada, ausgestellt. Darüber hinaus jedoch in keinem weiteren Store außerhalb der Vereinigten Staaten.

Die sechs weiteren Stores, die bereits bald jeweils ein Ausstellungsfahrzeug erhalten sollen, befinden sich in Connecticut, New Jersey und New York. Weitere Standorte sind bisher nicht angekündigt.

Tesla-CEO Elon Musk hat auf Twitter ein Foto eines ersten Model 3 Performance-Modell veröffentlicht, welches vom Band der neuen Produktionslinie rollte, die sich aktuell noch in einem riesigen Zelt außerhalb der Produktionsstätte in Fremont befindet. Die neue Produktionslinie wurde laut Musk in nur drei Wochen mit minimalen Ressourcen aufgebaut und kann nun offenbar bereits Fahrzeuge produzieren.

Auf Satellitenbildern, die die Fremont-Produktionsstätte am 30. Mai und am 16. Juni zeigen, kann man im Norden das riesige Zelt erkennen, welches in der Zwischenzeit aufgebaut wurde und vorübergehend die neue Produktionslinie beherbergt (via BuldingTesla):

Das Model 3 mit Allradantrieb und als Performance-Version kann seit Mitte Mai bestellt werden. Musk kündigte jedoch an, dass man die Performance-Modelle vor denjenigen mit lediglich Allradantrieb ausliefern werde, da diese einen höheren Verkaufserlös haben. Sobald die Produktionsrate weiter ansteigt und dadurch die Kosten sinken, kann man günstigere Modellvarianten anbieten.

Musk ist „beinahe 24/7“ in Fremont, um Engpässe zu beseitigen

Damit die Model 3-Produktion weiter Fahrt aufnehmen kann, müssen jedoch noch einige Engpässe beseitigt werden. In einer internen E-Mail an die Mitarbeiter kündigte Musk an (via Electrek), dass nun alle Produktionsabschnitte über 3.500 Fahrzeuge pro Woche herstellen können. Er selbst will in nächster Zeit jedoch „beinahe 24/7“ in der Produktionsstätte in Fremont sein, um bei der Beseitigung von Engpässen zu helfen, sodass die Produktion auf etwa 700 Einheiten pro Tag (4.900 pro Woche) hochgefahren werden kann.

Um das Ziel von 700 Fahrzeuge pro Tag zu erreichen, müssen laut Musk noch folgende Engpässe beseitigt werden: Produktionsrate in der Lackiererei, Hauptmontagelinie 3, neue Hauptmontagelinie 4 installieren, Modul-Abschnitt 4 in der Gigafactory (letzter Produktionsabschnitt). All diese Bereiche bräuchten laut Musk „drastische Verbesserungen“, weshalb er auch selbst Überstunden leistet:

Ich werde die nächsten Tage fast 24/7 in unserer Fabrik in Fremont sein, um sicherzustellen, dass Sie so viele Ressourcen wie möglich haben.

Der CEO ist jedoch nicht die einzige Führungsperson, die dafür sorgt, dass die Model 3-Produktion so schnell wie möglich hochgefahren wird. Auch Jerome Guillen, Leiter des Tesla-Semi-Programms, überwacht aktuell die Hauptmontagelinien in Fremont. Zudem arbeitet CTO JB Straubel am Modul-Abschnitt 4 in der Gigafactory, um die Akkumodul-Produktion voranzubringen.

Musk lud darüber hinaus jeden im Unternehmen ein, der „das Gefühl hat, in einem dieser Bereiche helfen zu können“, sich an die Führungskräfte und andere Verantwortliche der oben genannten Engpässe zu wenden.

Thatcham Research, eine in Großbritannien ansässige Agentur, die für die Association of British Insurers arbeitet, hat zwei Tests mit einem Model S durchgeführt, um zu demonstrieren, warum der Autopilot des Fahrzeugs gegen ein stationäres Auto fahren könnte. Damit sollen einige Unfälle erklärt werden, die trotz solcher Assistenzsysteme passieren.

Im ersten Test, bei dem das Elektroauto einem zum Stillstand gekommenen Fahrzeug folgte, zeigte das Model S eine gute Leistung. Im zweiten Test, bei dem ein führendes Fahrzeug ohne Vorwarnung die Spur wechselte, konnte das Model S jedoch nicht rechtzeitig anhalten und kollidierte mit einem stationären Auto, das durch einen aufblasbaren Dummy auf der Teststrecke von Thatcham dargestellt wurde.

Tesla verwendet eine Reihe von 8 Kameras, 12 Ultraschallsensoren und ein nach vorne gerichtetes Radar, um Objekte und andere Fahrzeuge auf der Straße zu erkennen. Erweiterter Autopilot, das Fahrerassistenzsystem des Unternehmens mit Tesla Vision, verwendet eine Kombination aus Traffic-Aware Cruise Control (TACC) und Autosteer (Lenkassistent). Traffic-Aware Cruise Control ermöglicht es dem Fahrer, eine Geschwindigkeit einzustellen und einem vorausfahrenden Fahrzeug zu folgen und dabei einen festen Abstand einzuhalten. Autosteer hingegen erkennt Fahrbahnmarkierungen und das Vorhandensein von Fahrzeugen und Objekten und steuert das Model S anhand der Fahrbahnmarkierungen.

Es gibt jedoch einige Fälle, in denen sich TACC als unzureichend erweisen würde, z. B. wenn das führende Fahrzeug vor dem Spurwechsel unter der eingestellten Geschwindigkeit des Benutzers fährt. In einem solchen Fall würde der Tesla der langsameren Geschwindigkeit des führenden Fahrzeugs entsprechen, um eine Kollision zu verhindern, und sobald das führende Fahrzeug die Spur verlässt, würde das Elektroauto beschleunigen, um seine Zielgeschwindigkeit zu erreichen.

Basierend auf den Ergebnissen der Voruntersuchung der NTSB, ereignete sich dieses Szenario Anfang des Jahres bei dem tödlichen Model X-Unfall in Kalifornien.

Solche Fälle treten jedoch nur auf, wenn der Fahrer sich zu sehr auf den Autopiloten verlässt. Achtet er hingegen aufmerksam auf die Straße, genügt ein einfacher Fingerstreich, um den TACC zu deaktivieren, um das Auto vom Beschleunigen und Aufprall auf ein stehendes Fahrzeug abzuhalten. Ein aufmerksamer Fahrer könnte rechtzeitig bremsen und die Lenkung des Fahrzeugs übernehmen, um eine Kollision zu vermeiden. Tesla erwähnt genau das in der Betriebsanleitung seiner Fahrzeuge:

Warnung: Diese Liste enthält nicht alle Situationen, die die ordnungsgemäße Funktionsweise der Fahrerassistenzkomponenten beeinträchtigen können. Verlassen Sie sich aus Sicherheitsgründen niemals ausschließlich auf diese Komponenten. Es obliegt dem Fahrer, aufmerksam zu bleiben, sicher zu fahren und jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten.

Zuletzt hatte der Elektroautobauer dennoch ein Update veröffentlicht, welches das System nun deutlich restriktiver macht, wenn der Fahrer die Hände nicht am Lenkrad hat. So vergehen je nach Geschwindigkeit nur wenige Sekunden, bis der Fahrer die Meldung angezeigt bekommt, dass er die Hände am Lenkrad belassen soll.

Während sich einige Kunden darüber beschwert habe, weil sie es als zu nervig empfinden, erklärte Elon Musk die Crux bei der Sache wie folgt:

[Wir] können das System nicht zu lästig machen oder die Leute werden es nicht benutzen, was sich negativ auf die Sicherheit auswirkt, aber wir können auch nicht zulassen, dass die Leute zu selbstgefällig werden und die Sicherheit wieder leidet.

Warum das Tesla Model S bei dem im Video gezeigten Vorfall nicht rechtzeitig reagieren kann, ist einfach erklärt. Zwar erkennt das TACC das stationäre Fahrzeug, aber gerade bei Geschwindigkeiten über 80 km/h missachtet die Autopilot-Software eventuell solche Warnsignale, um nicht fälschlicherweise ein Bremsmanöver einzuleiten, da sie auch ein falsches Signal bzw. Phantomgegenstände sein könnten (false positive). Solche falschen Signale könnten beispielsweise Verkehrszeichen sein, die von oben herab hängen oder aber auch eine Aluminiumdose auf der Straße mit der dem Auto zugewandten Unterseite. Diese könnte der Radar so groß wie ein Auto wahrnehmen, da sie die Radarwellen wie eine Satellitenschüssel reflektieren würde. Unter 80 km/h sollte der Autopilot das Fahrzeug in den meisten Fällen besser erkennen und abbremsen können.

Auch dazu schreibt Tesla im Benutzerhandbuch:

Warnung: Der Abstandsgeschwindigkeitsregler verzögert/bremst eventuell nicht, wenn sich stehende Fahrzeuge vor Ihnen befinden. Dies kann insbesondere bei Fahrgeschwindigkeiten über 80 km/h geschehen, wenn das vor Ihnen fahrende Fahrzeug Ihre Spur verlassen hat und sich stattdessen ein stehendes Fahrzeug oder Objekt vor Ihnen befindet. Achten Sie stets auf die Straße vor Ihnen, und seien Sie jederzeit bereit, sofort korrigierend einzugreifen. Wenn Sie die Vermeidung von Kollisionen ausschließlich dem Abstandsgeschwindigkeitsregler überlassen, kann dies zu schweren oder tödlichen Verletzungen führen.

Wie das Nachrichtenmagazin Electrek berichtet, hat Karim Bousta, Vice-President of Worldwide Service and Customer Experience, Tesla diese Woche verlassen, das hätten mehrere nicht näher genannte Quellen gegenüber dem Magazin bestätigt. Hingegen wollte Tesla auf Anfrage keinen Kommentar abgeben. Auch Bousta war nicht verfügbar für einen Kommentar.

Bousta kam im Februar 2016 zu Tesla. Zuvor war er Führungskraft von General Electric und Symantec. Während er bei General Electric zehn Jahre lang als leitender Angestellter gearbeitet hat, war er bei Symantec, wie jetzt auch bei Tesla, gerade einmal zwei Jahre beschäftigt.

Auch Ganesh Srivats, seit Mitte 2015 Teslas Vice-President of Sales in North America, dürfte das Unternehmen bald verlassen, da er offenbar kürzlich beurlaubt worden sei. Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Tesla die Leitung der Vertriebs- und Serviceabteilung umstrukturieren will.

Erst vor zwei Tagen ging die Nachricht durch die Medien, dass Tesla insgesamt neun Prozent der Mitarbeiter entlassen wird, um „Kosten zu senken und profitabel zu werden“, wie es in der internen E-Mail von CEO Elon Musk hieß. Zuvor hatte Musk jedoch schon angekündigt, die Führungsstruktur abzuflachen, um unter anderem die Kommunikation zu verbessern.

Wie das Nachrichtenmagazin Teslarati berichtet, hat Tesla kürzlich ein neues Patent für ein Lüftungssystem angemeldet. Die für das Patent beigefügten Zeichnungen lassen vermuten, dass das neue Lüftungssystem für das Model S und Model X gedacht ist, zumal für diese beiden Fahrzeuge seit Längerem eine Auffrischung des Interieurs erwartet wird.

Eine ähnliche Lüftung, wie das jetzt zum Patent angemeldete System, besitzt bereits das Model 3. Es verwendet zwei sich kreuzende Luftebenen für die vertikale Steuerung. Seitliche Lamellen im Armaturenbrett des Elektroautos sorgen für eine horizontale Luftregulierung und gleichzeitig für ein sauberes, minimalistisches Erscheinungsbild.

Das von Tesla zum Patent angemeldete System beschreibt Funktionen, die dem Belüftungssystem des Model 3 ähnlich sind, das über den zentralen 15-Zoll-Touchscreen gesteuert wird. Das Patent US2017 / 058015 mit dem Titel „Infotainment System with Air-Vent Control“ beschreibt ein System zur Manipulation des Luftstroms im Inneren des Fahrzeugs durch die Mediensteuerung.

Die Belüftungseinheit besteht aus einem ersten Belüftungsteil vor dem Fahrer und einem zweiten Belüftungsteil vor dem Beifahrer. Diese Entlüftungsteile können im Vergleich zu den traditionell bekannten Ausführungen von Entlüftungsbaugruppen verlängert werden, da sie längere, linearere Entlüftungsöffnungen anstelle von mehr runden oder kastenförmigen Entlüftungsöffnungen haben.

Ausführungsformen der vorliegenden Offenlegung erweitern die Möglichkeiten dieser Entlüftungsbaugruppe, um mit einem einzigen Drehantrieb einen Luftstrom nach links, rechts, vorwärts und geteilt zur Verfügung zu stellen. In bestimmten Ausführungen kann die Benutzeroberfläche es dem Benutzer auch ermöglichen, den Grad zu definieren, in dem die Belüftungsöffnungen einen Luftstrom in der rechten, linken oder geteilten Richtung verursachen können.

Ähnlich wie das einzigartige Klimasystem des Model 3 ermöglicht auch das in der Patentanmeldung beschriebene System den Fahrgästen, den Luftstrom innerhalb des Fahrzeugs an die Wünsche der Fahrgäste anzupassen.

Bei bestimmten Ausführungen passt der Benutzer den Luftstrom an, z.B. die spezifische Richtung des Luftstroms. Dies kann eine komfortablere Erfahrung für die Insassen eines Fahrzeugs ermöglichen. Zum Beispiel können bestimmte Insassen wünschen, dass die Luft auf sie selbst gerichtet wird, während andere Insassen wünschen, dass die Temperatur der Fahrzeugkabine auf einen bestimmten Wert eingestellt wird, ohne dass die Luft direkt auf sie selbst trifft.

Obwohl Teslas internationale Patentanmeldung kein spezielles Fahrzeugmodell erwähnt, ähneln die im Dokument enthaltenen Illustrationen dem Design des Model S und des Armaturenbretts des Model X. Abbildung 1 zeigt zum Beispiel ein Armaturenbrett, das der vollelektrischen Luxuslimousine und dem SUV ähnelt. Neben einem ähnlich aussehenden Kombi-Instrument und Infotainment-System zeigt die Abbildung auch eine Armaturenbrettkrümmung, die auf das aktuelle Design von Model S und Model X abgestimmt ist. Die Armlehnenbecherhalter, die sich zwischen den Vordersitzen unten in Abb. 1 befinden, ähneln ebenfalls denen des Model S und des Model X.

Erst vor wenigen Wochen haben wir darüber berichtet, dass ein deutsches Ingenieursbüro das Model 3 zerlegt und die Herstellungskosten des Fahrzeugs mit 28.000 US-Dollar beziffert hat. Eine weitere wichtige Erkenntnis ist jedoch, dass die Kathoden der im Tesla Model 3 verwendeten Panasonic-Zellen nur noch zu 2,8 Prozent aus Kobalt bestehen. Damit hätte Tesla einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil, denn aktueller Stand der Technik seien bisher acht Prozent Kobaltanteil.

Obwohl die Information nun seit zwei Wochen bekannt ist, hatte das Nachrichtenmagazin Forbes vor zwei Tagen einen Bericht veröffentlicht, der die Abhängigkeit Teslas von Kobalt thematisierte. Kobalt sei demnach einer der Hauptkomponenten in Tesla-Akkus und könnte aufgrund der schwierigen Beschaffung möglicherweise zur „Achillesferse“ für die Model 3-Produktion werden.

Elon Musk nahm diesem Bericht jedoch ziemlich schnell den Wind aus den Segeln, denn der CEO erklärte, dass die Akkus des Model 3 aus weniger als drei Prozent Kobalt bestehen. Zudem fügte er hinzu, dass man in der nächsten Akku-Generation überhaupt kein Kobalt mehr nutzen wird.

Bei der Kobalt-Versorgung könnten zukünftig tatsächlich Engpässe auftreten, je mehr Autohersteller Elektroautos bauen. Zwar sei das Metall auf der Erde reichlich vorhanden. Doch sind nur wenige Länder bereit, Kobalt abzubauen. Die Kobalt-Konzentration in Gestein ist gering und der Gewinnungsprozess äußerst aufwendig und umweltschädigend. Zudem sei beim Kobalt-Abbau im Kongo Kinderarbeit üblich, weshalb sich Automobilkonzerne davon distanzieren müssten, forderte Amnesty International Ende letzten Jahres in einem Bericht.

Tesla könnte statt des relativ teuren Kobalts zukünftig mehr Nickel nutzen, was die Energiedichte erhöhen würde. Nickel-Lithium-Akkumulatoren sind Gegenstand aktueller Forschungen. Sie haben das Potenzial für eine ultrahohe theoretische Energiedichte von 935 Wh/kg, doppelt so hoch wie eine Lithium-Ionen-Batterie (414 Wh/kg), basierend auf dem aktiven Material in den Elektroden, schreiben die Wissenschaftler im Journal of the American Chemical Society.

Diesem Erfolg standen bisher die unterschiedlichen und inkompatiblen Anforderungen an Elektrolyten entgegen. Während Lithium einen wasserfreien organischen Elektrolyten benötigt, andernfalls würde es unter heftiger Wärmefreisetzung mit Wasser reagieren, braucht Nickel einen wässrigen Elektrolyten. Forscher konnten jedoch eine glaskemarische Membran entwickeln, die es ermöglicht, für jede Elektrode den geeigneten Elektrolyten bereitzustellen, ohne dass sich die Elektrolyten vermischen.

Ob die Tesla-Akkus der nächsten Generation einen solchen Aufbau auf Zellebene haben werden, kann aktuell nur spekuliert werden. Auch ist unklar, wann der Elektroautobauer überhaupt die nächste Akku-Generation einläutet. Sicher ist jetzt jedoch, dass Tesla zukünftig keinen Kobalt mehr für die Akkus nutzen möchte.

Tesla hat gestern ein SEC-Filing eingereicht, wonach CEO Elon Musk am 12. und am 13. Juni Tesla-Aktien mit einem Gesamtwert von aktuell über 25 Millionen US-Dollar gekauft hat. Am 12. Juni kaufte Musk insgesamt 55.000 Anteile am Unternehmen. Einen Tag darauf waren es weitere 17.500 Anteile. Der Kaufpreis pro Aktie lag zwischen 342,44 und 347,44 US-Dollar.

Mit den neu gekauften Aktien hat Musk insgesamt 33.737.921 Tesla-Aktien in seinem Besitz. Geht man vom aktuellen Aktienkurs aus, also etwa 345 US-Dollar, entspricht das einem Gesamtwert von über 11,6 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt Musk auch weiterhin der größte Anteilseigner von Tesla.

Bereits Anfang Mai kaufte Musk Tesla-Aktien mit einem Gesamtwert von zehn Millionen US-Dollar. Da der Kurs seither deutlich gestiegen ist, hat Musk allein damit einen Nettoertrag von fast 1,5 Millionen US-Dollar gemacht beziehungsweise ein Return of Investment von etwa 15 Prozent gehabt, wie ein Nutzer auf der Internetplattform Reddit demonstrierte.

Mit dem erneuten Aktienkauf will Musk wohl verdeutlichen, wie sicher er sich ist, dass Tesla in den nächsten Quartalen schwarze Zahlen schreiben wird. Angekündigt ist, dass man im 3. und 4. Quartal die volle Profitabilität nach GAAP erreicht. Die jüngste Umstrukturierung, bei der man etwa neun Prozent der Mitarbeiter entlassen hat, dürfte sicherlich dazu beitragen.

Aktuell macht eine organisatorische Umstrukturierung bei Tesla in den Medien die Runde, bei der das Unternehmen angekündigt hat, neun Prozent der Mitarbeiter zu entlassen. Offizielle Mitarbeiterzahlen sind lediglich aus dem letzten Jahresbericht für Ende 2017 bekannt. Mit der Steigerung der Produktion für das Model 3 hat man seit Anfang dieses Jahres jedoch zahlreiche weitere Mitarbeiter eingestellt.

Nun berichtet der Nachrichtensender CNBC ebenfalls von den Entlassungen und hat offenbar aktuellere Mitarbeiterzahlen vorliegen. Demnach hat Tesla seit Anfang des Jahres rund 8.000 neue Mitarbeiter eingestellt, womit die gesamte Mitarbeiterzahl auf 46.000 angewachsen sein soll. Das ergibt für die aktuelle Umstrukturierung zwar rund 4.100 Entlassungen, dennoch hat der Elektroautobauer im ersten Halbjahr doppelt so viele Mitarbeiter eingestellt, als man jetzt entlässt.

Tesla hat bisher keine offiziellen Angaben gemacht, wie viele Mitarbeiter man seit Anfang des Jahres eingestellt hat, weshalb der Bericht bis zu einer offiziellen Bestätigung mit Vorsicht zu genießen ist. In der internen E-Mail an die Mitarbeiter, die Elon Musk verschickte, um das Personal über die Umstrukturierung zu informieren, heißt es:

Um klar zu stellen, Tesla wird auch weiterhin herausragende Talente in kritischen Positionen einstellen und es besteht weiterhin ein erheblicher Bedarf an zusätzlichem Produktionspersonal. Ich möchte auch betonen, dass wir diese schwere Entscheidung jetzt treffen, damit wir das nie wieder tun müssen.

Der Elektroautobauer braucht demnach weiterhin Personal für die Produktion. Die aktuellen Entlassungen betreffen demnach hauptsächlich Angestellte, die durch das schnelle Wachstum des Unternehmens und die Zusammenführung mit SolarCity doppelte Rollen angenommen haben, die laut Musk „in der Vergangenheit zwar sinnvoll waren, heute aber schwer zu rechtfertigen sind.“

Wir hatten bereits kürzlich über das aktuelle Autopilot-Update mit der Versionsnummer 2018.21.9 berichtet, das nun seit gut einer Woche erhältlich ist. Dieses verbessert offenbar noch einmal die grundsätzliche Fahrweise des Systems und erkennt deutlich mehr Fahrzeuge, die sich auf der benachbarten Fahrspur oder vor dem eigenen Fahrzeug befinden.

Eine weitere Neuerung, die bisher wenig Beachtung erhalten hat, ist jedoch die deutlich restriktivere Maßnahme, wenn der Fahrer bei eingeschaltetem Autopilot die Hände vom Lenkrad nimmt. Demnach erhält man die Aufforderung, dass man die Hände am Lenkrad behalten soll, nun wesentlich eher. Zuvor erschien diese Aufforderung bei einer Geschwindigkeit von über 45 mph (rund 72 km/h) nach einer Minute. Nun erhält man eine entsprechende Meldung bereits nach etwa 20 Sekunden.

Diese Neuerung kommt nicht bei allen Tesla-Fahrern gut an. So beschwerte sich vor wenigen Tagen bereits ein Kunde via Twitter bei Elon Musk persönlich. Dieser nutze seit dem Update den Autopiloten gar nicht mehr, da ihm die Aufforderungen zu viel seien und das Fahrzeug weiterhin die Meldung anzeigt, auch wenn er die Hände am Lenkrad habe.

Musk antwortete auf diese Nachricht und erklärte, dass genau darin die Schwierigkeit liege. Wenn man das System zu „lästig“ mache, würden es die Leute nicht benutzen, was wiederum die Sicherheit negativ beeinträchtigt. Man kann jedoch auch nicht zulassen, „dass die Menschen zu selbstgefällig werden oder die Sicherheit wieder leidet“, schrieb Musk. „Die jüngste Aktualisierung sollte sich vor allem auf das letztgenannte Thema positiv auswirken.“

Interessanterweise haben offenbar viele Kunden ein Problem damit, zu verstehen, wie das System erkennt, dass die Hände am Lenkrad sind. Ein weiterer Tesla-Fahrer schrieb Musk auf Twitter, dass er seit dem Update das Lenkrad so hart greifen müsse, dass es einer Art „Todesgriff“ gleich kommt. Musk antwortete darauf, dass man die Bildschirmwarnung anpassen wird, sodass deutlich wird, dass eine „leichte Auf- oder Abwärtskraft auf das Lenkrad“ gemeint ist und nicht wirklich das Lenkrad halten.

Aktuelles

03.02.2015

Unser Tesla Model S P85D ist produziert und auf dem Weg nach Europa - deutlich schneller als wir dachten. Wenn Sie der Erste sein möchten melden Sie sich schnell, es sieht so aus als könnten wir bereits einige Wochen früher mit der Vermietung unseres Tesla Model S beginnen

30.01.2015
Es ist endlich soweit, das Model S P85D ist in Produktion :-)

24.12.2014
Seit November ist unser Model S P85D bestellt und wartet nun auf alle erforderlichen Teile um gebaut und geliefert zu werden. Da wir von einer Lieferung im April 2015 ausgehen nehmen wir ab sofort Reservierungen ab Mai 2015 entgegen.